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EIN HUND SOLLTE INS HAUS ....

 

Die Suchphase

Nachdem wir dies beschlossen hatten, ging es erst richtig los: Das eine Lager sah sich schon mit Boxer oder Bordeaux-Dogge herumtollen, die Opposition dachte eher an einen Retriever oder einen Berner (etwas 'Hübsches' halt)

Es folgten Zeiten intensiven Studiums diverser Hundebücher, um Argumente für den eigenen Vorschlag zu finden.

Eher aus Frust oder weil ich wohl ahnte, dass sich meine Frau sowieso durchsetzen würde, blätterte ich in einem Buch über Berner Sennenhunde.

Da war ein einziges kleines Foto von einem Großen Schweizer Sennenhund, aber das hat gereicht!

Es kamen alle Zeitschriften und Bücher ins Haus, welche sich auch nur irgendwie mit dem GSS beschäftigten.

Ergebnis: Dieser oder keiner! Seltsamerweise war mein Weib auch sehr angetan.

Es folgten Telefonate mit dem Verein und eine Züchterliste flatterte ins Haus, weitere Telefonate wurden daraus. Schon recht bald hatten wir einen Termin, um uns einen Wurf anzuschauen (und wohl auch, um selbst mal gründlich geprüft zu werden).

Die Bewerbung

Bei der Züchterin, Frau Herold, angekommen , im feinen Sonntagszwirn – man will ja einen guten Eindruck machen – wurden wir lautstark von 3 erwachsenen GSS am Tor begrüsst. Als Kind hatte ich einen Boxer, aber dies waren doch andere Kaliber! Dann schallte der Ruf aus der Ferne: „Kommen Sie ruhig rein, die machen nichts„. Ja, das hatte man öfters gehört. Wir nahmen unseren Mut zusammen, gingen durch das Tor und 15 Sekunden später waren wir komplett verschlammt, eingesabbert, neu behaart ...und endgültig begeistert! In der Stube, umringt von Welpen und drei lautstark schnarchenden GSS, wurden wir nach allem gefragt, was für den Kleinen (ja, es sollte ein Rüde sein) später wichtig ist: Garten, Treppen, Zeit für den Hund, Sport mit dem Hund etc.

Es ist soweit!

Ca. 8 Wochen später saßen wir dann in unserer Küche und starrten verzückt auf dieses „Steiff-Tierchen“, das mal ein GSS werden wollte. Erst jetzt wurde uns richtig klar, dass Urlaub und Freizeit in Zukunft anders aussehen würden.

Elixus, oder Bodo , wie wir ihn rufen, entwickelte sich von Anfang an zu einem sehr ruhigen und ausgeglichenen Rüden. Ein wenig zu ruhig anfangs, so wurde er in der Hundeschule öfter angegriffen von dominanteren Rüden und wehrte sich nicht, stand nur da wie ein Ölgötze, wich aber auch keinen Zentimeter zur Seite. Erst mit 3 Jahren hat er das erste Mal einen anderen Rüden verbellt, der ihn zu sehr bedrängte.

Es ging jetzt jeden Tag bei Wind und Wetter auf  Spaziergänge hinaus aufs Feld oder in den Wald. Tagsüber fuhr ich mit ihm in meine Werkstatt, die er bald als Zweitwohnsitz annahm, zumal meine Kunden reichlich und gern Streicheleinheiten verschenkten.

Die weitere Entwicklung

Obwohl er sehr gerne im Auto unterwegs ist , macht ihm Hitze schnell Probleme. Es kommt im Stau bei sommerlichen Temperaturen sehr schnell zu Magenproblemen . Gleiches auch bei Stress oder Hektik. Sofort nach der Abkühlung oder Beruhigung ist er dann wieder ganz der alte Dickkopf .

Bei der Ausbildung zur Leinenführigkeit haben wir nach der Welpen- und Junghundeschule doch etwas geschlampt.. War ja auf dem Feld oder im Wald bei ihm nie so wichtig.

Dann kam irgendwann die erste Hunde-Ausstellung und im Anschluss die Körung .Es gibt keine bessere Möglichkeit , sich zu blamieren! Bodo wurde zwar hervorragend bewertet, jedoch ließ man uns nicht im Unklaren darüber, das unser Anteil an diesem Erfolg gleich Null sei . Meine Frau wollte dies nicht auf sich sitzen lassen und zog sich daraufhin regelmäßig in den Wald zurück, um dort mit Bodo ein wenig Ring laufen zu üben und ihm beizubringen, dass dies auch ohne Hüpfen an der Leine möglich sei. In der Folge haben wir tatsächlich Fortschritte gemacht.

Die ersten Damenbesuche

Mit dem Ende seiner 'Jugend' kamen dann auch die Damen ins Spiel. Der erste Deckakt passierte quasi in Eigenregie. Nach einem ersten Date holte die Züchterin Bodo am nächsten Tag ab und ließ die beiden Hunde bei sich herum tollen. Kurz ein paar Dinge im Haus erledigt und beim nächsten Blick aus dem Fenster hingen die beiden schon. Zwei Monate später die schöne Bescherung.

Beim zweiten Deckakt zog sich die Prozedur ein wenig, unser Dicker war noch nicht der Meinung, dass es soweit war. Nach 5 Tagen, am 14. Tag der Läufigkeit, schnackelte es dann aber endlich. Zwei Monate und ein paar wenige Wochen später wurde ich dann von meiner Frau gefragt, ob ich mir nicht mal die Welpen anschauen möge .

Damit endete das Pascha-Leben von Bodo, denn einige Zeit später sollte Bolle nun bei uns einziehen! Vorbei die schöne Zeit auf der Couch und frühmorgens im Bett, sogar der Korb war nicht mehr sein Eigentum. Es hat einige Wochen gedauert, bis er sich auf die 'Zecke' eingestellt hatte. Jedoch heute, 3 Jahre später, kann ich sagen, Bolle ist für Bodo ein Jungbrunnen. Es hat sich gelohnt, die Hundefamilie zu erweitern.
Bodo hat ein Schultermass von 72 cm und ist heute mit seinen mehr als acht Jahren immer noch ein schöner, großrahmiger Vertreter seiner Rasse:

Großrahmiger kräftiger Rüde mit bestechenden Farben. Mächtiger vorzüglich proportionierter Kopf mit korrekten Details. Etwas lose Kehlhaut. Kräftige Laufknochen, minimale Schwäche im VFWG. Sehr gute Körperlinie. In der Bewegung mit sehr gutem Raumgriff, wobei die Hinterhand etwas eng geführt wird. Angenehmes ruhiges Verhalten. (Burgdorf 2006, Platzierung Champion Klasse 3. Platz von 11 Rüden)

Neben seiner gefälligen Optik ist Bodo aber vor allem eins: Charakterlich ein waschechter Großer Schweizer. Seine Menschen gehen ihm über alles. Er ist Beschützer der Schwächeren, sensibel und liebevoll im Umgang mit Kindern und gleichzeitig unerschütterlich, eigensinnig und selbstbewusst. Menschen, die mit Hunden nichts anzufangen wissen, begegnet er oft mit einer gewissen Arroganz. Anderen Rüden gegenüber zeigt er sich gern einmal freundlich dominant und brummend, jedoch ohne jemals aggressiv zu sein.
 

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SSV-GS 36261, Elixus vom Röddenser Busch, 10.10.1999 - 01.11.2008.
HD-A1, ED Normal, OCD Frei.
Frei von zuchtausschliessenden Augenerkrankungen.
Körung 11/ 2001.

Titel: DT.VDH-CH. CS'04 .

Eltern: Arthos vom Löwenhain x Berinika vom Röddenser Busch
 

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